Designer-Porträt von Aigerim Usabaev, Designerin und Gründerin von KOLO Berlin

Designer-Porträt von Aigerim Usabaev, Designerin und Gründerin von KOLO Berlin

Mode wird häufig assoziiert mit Trends, Farben und Silhouetten. Die Designerin und Architektin Aigerim Usabaev, Gründerin von KOLO Berlin, verbindet sie mit einer grundlegenderen Frage: Welche Kleidung begleitet Menschen wirklich durch ihren Alltag?

Die Antwort darauf führt überraschend weit zurück – zur Idee der klassischen Worker-Wear. Arbeitskleidung wurde ursprünglich nicht entworfen, um modisch zu sein. Sie musste funktionieren: robust, praktisch und langlebig. Jacken mussten Bewegung zulassen, Stoffe mussten Belastung standhalten und Schnitte mussten über viele Stunden hinweg bequem bleiben.

Genau dieser Gedanke prägt heute die Entwürfe von KOLO Berlin.

Spannungsfeld: Zwischen Worker-Wear und zeitloser Mode

Statt schnell wechselnder Trends steht eine reduzierte Formensprache im Mittelpunkt. Die Kleidungsstücke sind bewusst gestaltet. Taschen sind dort, wo sie gebraucht werden. Schnitte folgen der Bewegung des Körpers. Materialien werden nach Haltbarkeit und Haptik ausgewählt.

Diese Herangehensweise erinnert an die ursprüngliche Logik der Worker-Wear, jedoch transformiert in die Silhouette des Urbanen. Seine zeitgenössische Ästhetik prägt das avantgardistische Markenzeichen der Brand. Minimalistische Designs, ein elaborierter Schnitt, durchdachte Details machen das Label zu einer High Fashion Brand Berlins.

Ein Blazer funktioniert ebenso im Alltag wie im beruflichen Kontext. Eine Jacke begleitet durch mehrere Jahreszeiten. Gerade diese Vielseitigkeit ist Teil der Philosophie der Marke. Statt ständig neue Stücke zu kaufen, sollen Kleidungsstücke entstehen, die über Jahre hinweg relevant bleiben. Statt einem Trend zu folgen, investiert die Designerin in die Perfektion und Langlebigkeit.

Dabei entsteht eine besondere Spannung zwischen Funktion und Gestaltung. Obwohl die Inspiration aus der Arbeitskleidung stammt, wirken die Entwürfe nie rein utilitaristisch. Sie behalten ihr maßgeschneidertes Profil, die Feinheiten konstruierter Details: eine Ziernaht an der richtigen Stelle, ein offener Rückenausschnitt, die perfekte Kapuze, eine richtig platzierte Tasche.

Stilvoll nachhaltig

In einer Zeit, in der Mode oft durch schnell wechselnde Trends geprägt ist, fertigt und supportet KOLO Berlin konsequent Slow Fashion. Die Kollektionen entstehen im Jahresrhythmus, die Basic-Kollektion wird stetig erweitert und die Kleidung wird auf Bestellung gefertigt, um Überproduktion zu vermeiden.

Und genau da liegt die Stärke der Marke: Sie erinnert daran, dass Mode ursprünglich nicht nur dekorativ war. Sie war funktional, durchdacht und gemacht, um getragen zu werden. Und genau dieser Gedanke bildet das Fundament von KOLO Berlin.

 

Mehr zur Brandgeschichte von KOLO Berlin findest du im Blog.